PGS Software baut ein dediziertes UI- / UX-Team auf – Treffen mit unserer ersten Spezialistin!

01. Juli 2014 Krzysztof Piskorski

Die Entwicklung von Software ähnelt in vielerlei Hinsicht der Konstruktion eines Fahrzeugs. Die Programmierung steht für den Rahmen, Motor und den Antriebsstrang. Allerdings können zwei Autos mit den gleichen Einbauten sehr unterschiedlich sein. Das eine könnte unbequem, rau und wenig intuitiv sein, während das andere wie ein Luxus-Traumwagen aussehen und sich anfühlen kann. Das ist das Aushängeschild eines guten UI- und UX-Designs.

In unserer Auto-Metapher stehen User Interface bzw. User Experience für all die kleinen und scheinbar unwichtigen Entscheidungen. Das Armaturenbrett-Layout. Die Art und Weise wie alle Bedienungselemente funktionieren. Die Art und Weise wie sich die Sitze anfühlen. Die Spannung in den Pedalen. Wenn alle diese Details zusammen kommen, bilden sie etwas viel Größeres als nur die Summe ihrer Einzelteile.

Bei vielen Softwareprojekten ist die User Experience über Top oder Flop des jeweiligen Produktes ausschlaggebend. Es gibt sehr wenige einzigartige Dienstleistungen und Plattformen. Was immer man auch tut, hat man direkte Konkurrenten (oder man bekommt diese in Kürze). Deshalb ist eine makellose User Experience so wichtig wie eh und je.

Entwicklung des Prozesses der Softwareentwicklung

Bei PGS Software unterstützen wir immer unsere Kunden, damit diese erfolgreich sein können. Das ist der Grund, warum unsere Geschichte nicht nur eine Geschichte des Wachstums ist. Es ist auch eine Geschichte der Expansion unserer Vision, um die bestmögliche Software zu entwickeln. Wir begannen als eine Gruppe von Ingenieuren mit allgemeinen Kenntnissen. Daraufhin gesellten sich zu uns erste dedizierte Tester, um die Qualität hoch zu halten und um immer einen frischen Blick auf den Code zu haben. Kurz danach haben wir eines der besten Testunternehmen in der Region übernommen und in unser Team integriert.

Es war nicht allzu schwierig mit den Grafik-Designern. Wir starteten nämlich mit nur einem. Bald entdeckten wir, wie viele unserer Kunden zuverlässige und erfahrene Designer benötigen. Wir expandierten in diese Richtung. Dann kamen Auszeichnungen, zufriedene Kunden und Arbeiten, die auf beliebten Websites über Grafik-Design präsentiert wurden. Heute verfügen wir über ein komplettes Team von Inhouse-Designern, die von engagierten Marketing- und Werbetextspezialisten ergänzt werden.

Jetzt ist die Zeit reif für einen weiteren Sprung nach vorn. Wir sehen, dass unsere Kunden mehr und mehr nach erfahrenen UI und UX-Analysten fragen. Um diesen Bedarf zu füllen, stellen wir derzeit das gesamte UI- und UX-Team zusammen.

Aktuelle Lage

Die UI- / UX-Experten sind derzeit heiß begehrt und dadurch, dass nur sehr wenige polnische Technische Universitäten Kurse in Bezug auf diesen Bereich der Softwareentwicklung anbieten, ist es besonders schwierig, erfahrene und bewährte Spezialisten zu finden.

In der Tat begann die erste bei PGS Software eingestellte UI- / UX-Expertin ihre Karriere als … Soziologin.

Kasia kam zu uns von einer Firma, die als Vorreiter bei der User-Experience-Forschung in Polen galt. Ihre umfangreichen Analysefähigkeiten und ausgezeichnete Kenntnisse über praktische und experimentelle Daten machten sie sofort sehr populär unter den Projektmanagern und Kunden.

Wir baten sie, einige Fragen zu beantworten.

Interview mit Kasia, unserer Spezialistin für Interface und User Experience

Der Weg von einer Soziologin zu einer Interface-Expertin mag für einige überraschend sein. Kasia, was brachte Sie dazu, diesen Karriereweg anzuschlagen?

Ist das wirklich überraschend? Viele großartige UI- / UX-Gurus verfügen über Fachkenntnisse in Psychologie, Sozial- oder Kognitionswissenschaften. Der gesamte Bereich der Mensch-Computer-Interaktionen basiert auf eine Schnittstelle zwischen der IT- und Verhaltensforschung. Personen, mit all diesen Hintergründen können genauso effektiv sein, sofern sie talentiert sind und die entsprechende Leidenschaft haben.

Hat Ihnen also dabei Ihre vorherige akademische Erfahrung geholfen?

Ja. Ein UI- / UX-Spezialist muss sich von der technischen Seite eines Projekts lösen können. Es geht darum, die Bedürfnisse und Motivationen der realen menschlichen Nutzer zu identifizieren sowie auf diese zu reagieren. Zudem ist es wichtig, zu entscheiden, was statistisch unter Berücksichtigung des heutigen Kenntnisstands am effizientesten ist.

Das Nachdenken über technische Details der Implementierung können nachteilig sein. Sie sind ein Anwalt der Endverbraucher und nicht der Programmierer. Sozialwissenschaften versetzen den Menschen in die richtige geistige Verfassung für diese Art von Arbeit.

Für viele Entwickler gilt UI als ein nachträglicher Einfall. Solange es recht gut funktioniert, ist alles in Ordnung. Was würden Sie sagen, um sie vom Gegenteil zu überzeugen?

Ich sage immer, dass man selbstverständlich ein Softwareprojekt abschließen kann, ohne jemals einen UI-Experten heranzuziehen. Aber ohne diesen wird man niemals optimale Ergebnisse erzielen können. Alle gängigen Softwareprodukte und Betriebssysteme investieren stark in die Gestaltung der bestmöglichen User Experience. Beispielsweise beschäftigen Apple und Google eine Vielzahl an User-Experience-Teams. Beliebte Web-Anwendungen setzen die Wissenschaft selbst bei kleinsten Interface-Verbesserungen ein. Der Grund dafür? Sogar eine kleine UI-Änderung kann sich auf die Metriken wie ROI oder User Attachment Rate im erheblichen Maße auswirken.

Gibt es praktische Daten, die diese These belegen?

Ja, es gibt viele hervorragende Fallstudien. Einige Zitate findet man hier. Ich denke, dass dieses Zitat besonders wichtig ist: „Als Faustregel in vielen usability-bewussten Unternehmen gilt, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Usability $ 1: $ 10 – $ 100 beträgt. Sobald sich ein System in der Entwicklungsphase befindet, kostet das Korrigieren eines Problems zehnmal so viel wie die Behebung desselben Problems in der Designphase. Wenn das System freigegeben ist, kostet es hundertmal so viel bezogen auf die Fixierung im Design.“

Und zudem: „Der durchschnittliche UI hat rund 40 Fehler. Eine Korrektur der einfachsten 20 Fehler ergibt eine durchschnittliche Verbesserung der Usability von 50%.“

Glauben Sie, dass praktisch jedes Projekt von einem UX-Experten profitieren kann?

Die Entwicklung einer Software ohne einen UX-Experten geht in Ordnung, solange man kein Profi-Niveau an Qualität anstrebt. Ich würde dies nur für die kleinsten Projekte mit kleinen projizierten Nutzerbasen empfehlen.

Wie man sieht gibt es bei Startup-Projekten auch die so genannte „Lean UX“. Mit dieser Methode lässt sich der UI der Prototypen und MVP verbessern. In einer überfüllten Startup-Umgebung, wo eine einzige Entscheidung des Venture Investors entscheidend sein kann, ist dies sicherlich ein großer Vorteil.  

Danke für das Interview und viel Erfolg bei Ihren neuen Aufgaben!

Danke!

Wie man sieht, avanciert das UI / UX Design zu einem sehr wichtigen Teil des modernen IT. Deshalb empfehlen wir es Ihnen, sich an einem unserer Projektmanager zu wenden, um zu erfahren, wie Sie Ihre Plattform oder Produkte für Ihre Nutzer besser gestalten können.  

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