Vorteile von automatisierten Testumgebungen bei Projekten der PGS Software

29. April 2014 Krzysztof Piskorski

Es gibt keine gute Software ohne eine sorgfältige Qualitätssicherung, wobei jedoch unzählige Teststunden nicht immer die beste Lösung sind. Warum? Mit guten Tools und dem nötigen Know-how kann nämlich aus weniger mehr werden…

Wie viel Zeit nehmen Tests bei einem durchschnittlichen Software-Entwicklungsprojekt in Anspruch? Es gibt keine allgemeingültige Antwort auf diese Frage, jedoch sagen viele Entwickler, dass diverse Testvarianten bis zu 50% der gesamten Arbeitszeit ausmachen können.

Diese Zahlen könnten etwas übertrieben erscheinen, aber wir haben ähnliche Proportionen bei der Arbeit an einigen Hochsicherheitslösungen erreicht. Dies ist auch der Grund dafür, warum wir ein ganzes Unternehmen gekauft haben, das auf die Qualitätssicherung ausgerichtet ist. Zudem beschäftigen wir derzeit 28 ISTQB-zertifizierte Tester, die solche Technologien wie Selen, BadBoy, Watir, TotalQuality und HP Quality Center verwenden.

Aber sogar bei intensivsten QA-Projekten kann ein intelligenter Ansatz die Gesamttestzeit um Hunderte von Stunden reduzieren. Eines der besten Beispiele ist unser letzter Einsatz am E-Points-Projekt, der führenden Loyalitätsplattform der Firma Instant Access Technologies Ltd.

Das Projekt war sehr spannend, aber zugleich auch ziemlich kompliziert. Wir arbeiteten am gesamten Ökosystem von Anwendungen und Back-End-Lösungen einschließlich großer Produktdatenbanken, Preisvergleichsplattformen, der E-Points-Loyalitätsplattform und vieler E-Commerce-Produkte. Aufgrund des modularen Aufbaus könnte sich eine Änderung in einer dieser Plattformen auf andere Plattformen im erheblichen Maße auswirken. Alles geschah in Echtzeit, mit echten Nutzern und wirklichen finanziellen Transaktionen.

Es durften keine Produktionsunterbrechungen und ausnutzbaren Schwachstellen vorkommen. Zudem mussten Updates stets rechtzeitig erscheinen.

Dies trieb uns voran, eine hochmoderne automatisierte Testumgebung zu entwickeln, in der eine breite Palette an Test-Scripts automatisch nach jeder Freigabe gestartet wurde und wo wir neue Testumgebungen innerhalb von nur wenigen Minuten mittels Amazon Web Services erstellen und implementieren konnten.

Ergebnisse? Klare und messbare Vorteile:

* Reduzierung der erforderlichen Zeit für die Errichtung einer neuen Testumgebung von 2 Stunden auf 5 Minuten,

* Reduzierung des Test-Budgets für jeden erforderlichen Sprint um sage und schreibe 90% (von 400 Stunden pro Sprint auf ca. 30-40 Stunden),

* Verbesserte Implementierungszeit von kritischen Hotfixes und Änderungen in letzter Minute,

* Sofortige und automatisierte Testberichte,

* Kontinuierliche UAT (der Kunde kann neue Funktionalitäten bei jedem Sprint testen).

Zudem machte es uns diese Testlösung möglich, sich dem Ansatz der Continuous Delivery zu nähern, indem schrittweise die Kosten und Risiken von Updates gesenkt und schnellere Iterationen ermöglicht wurden.

Es war vielleicht unser bisher bestes Beispiel für den Ansatz „Einmal erstellen, häufig benutzen“, obwohl wir es beabsichtigen, automatisierte Plattformen künftig noch stärker einzusetzen. Die wachsende Bibliothek der praktischen In-House-Skripte und proprietären Methoden macht es uns möglich, zunehmend mehr Möglichkeiten zu finden, um die Arbeit effizienter zu gestalten und zu verkürzen.

Sollten Sie an der Implementierung einer ähnlichen QA-Lösung in Ihrem Projekt interessiert sein, so wenden Sie sich bitte an einen unserer Programm-Manager. Weitere Informationen über das E-Points-Projekt finden Sie in unserer vor kurzem veröffentlichten Fallstudie.

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